Geschichte der Schützengesellschaft

Die Geschichte der Schützengesellschaft reicht bis zum Ende des Mittelalters zurück.

Selbstverständlich war im alten Nidda, wie in anderen Städten, jeder wehrfähige Bürger verpflichtet sich im Waffengebrauch, zunächst im Armbrustschießen, später im Büchsenschießen, zu üben und sich an der Verteidigung der Stadt in Notzeiten zu beteiligen.

Schon recht früh muß es in Nidda eine Schützengilde gegeben haben. Obwohl die Urkunden über das Niddaer Schützenwesen sehr spärlich sind kann mit Sicherheit angenommen werden, daß sich der Schießplatz der Niddaer Schützen ursprünglich im sog. Schützenhain an der Stadtmauer im Erker, etwa seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts bei der Gänsweide „an der Schießmauer“ befand.

Als einwandfreie Belege für das Schützenwesen in Nidda können das Niddaer Schützenfest von 1534, die Beteiligung Niddaer Schützen in Büdingen 1538, das Schützenfest in Nidda im Jahre 1630 sowie 1657 die Beteiligung Niddaer Schützen am Schießen in Ortenberg angesehen werden. So wird in Ortenberger Aufzeichnungen erwähnt: „Der 1. Preis, ein Ochse, war einem Niddaer Schützen zugefallen. Von den Ortenbergern reichlich geehrt und gastlich bewirtet, zog der Schütze im Kreise seiner Kumpanen mit seinem bekränzten Gewinn über Bobenhausen nach Nidda …

Bis zum 19. Jahrhundert hielt die Niddaer Schützengilde bzw. Schützenkompanie ihre Wehrübungen ab, wirkte aber auch bei Kirchweihen und Märkten und auch bei Trauerfeiern angesehener Leute mit. Die Schützenkompanie scheint jedoch nach 1815 – nach den Freiheitskriegen – nicht mehr bestanden zu haben.

Im Jahre 1848 wurde in Nidda „zum Zwecke der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sowie zum Schutze der Verfassung“ eine Bürgergarde gebildet. Die Wehrübungen dieser Garde fanden auf dem Paradeplatz in der Harb statt. Die Niddaer Bürgergarde trat 1859 auf dem Herbstmarkt zum letzten Male auf.

1866 gründete der Niddaer Turnverein aus seinen Reihen einen Schützengesellschaft die jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurde. Die Schießübungen des Turn-Schützenvereins wurden auf dem Kisselberg abgehalten, an der Stelle, wo jetzt die Schießstände der Schützengesellschaft Nidda stehen.

Zeitstrahl

1931

Gründung der Jugendschützenabteilung

1932

Wurde erste Vereinsmeisterschaft ausgeschossen. Der Verein haue zu diesem Zeitpunkt 49 Großkaliber- und 40 Kleinkaliberschützen Austragung des Himmelfahrtschießens auf den vereinseigenen Standen.

1935

10 jähriges Jubiläum und Aufbau eines neuen Schützenhauses nach Entwurf des Oberschützenmeisters K. Nickel.

Einweihung einer vorbildlichen Schießanlage bestehend aus 4 – 300m, 4 – 175m, 6 – 100m, 9 Kleinkaliberstände und 2 Pistolenstände.

Außerdem konnten ein Jagdstand und ein Tontaubenwurfstand erstellt werden.

1936

Erfolgte die Neu- und Umgliederung im Schießsports. Anschaffung der ersten KK-Automaten.

1936 - 1944

Trotz der Kriegsjahre wurde der Schießbetrieb aufrecht erhalten bis letztes Sitzungsprotokoll des Vorstandes am 25.5.1944 geschrieben wurde.

1945

Durch ein Schießverbot der Besatzungsmächte wurde das Vereinsleben völlig lahmgelegt.

1951

Nach Ende des Schießverbots erfolgte die Wiedergründung des Vereins unter Vorsitz von A. Spengler.

1952

Wiederaufbau der völlig verwahrlosten Stände und Deckungen unter freiwilligen Arbeitseinsatz der damaligen Mitglieder.

Beginn des Schießbetriebes und Anschaffung des ersten vereinseigenen Luftgewehrs.

1954

Gründung der Damenmannschaft und deren erste Erfolge bei der Landesmeisterschaft in Wiesbaden (4. Platz).

1955

30jähriges Vereinsjubiläum verbunden mit dem Haupt- und Königsschießen.
Kauf des Vereinsgeländes Am Kisselberg mit allen Anlagen und des Schützenhauses von der Stadt Nidda.

1957 - 1967

Verbesserungen und Ausbau der Schießanlagen, verbunden mit großartigen Erfolgen bei vielen Kreis- und Gaumeisterschaften aller Abteilungen inklusive der Damenmannschaft sowie 2. Platz bei der Landesmeisterschaft im Skeet-Schießen durch Adolf Günther der auch achtmal an der Deutschen Meisterschaft teilnahm und sich sechsmal für den Endkampf qualifizierte.

1975

50jähriges Vereinsjubiläum verbunden mit dem traditionellen Haupt- u. Königsschießen auf dem Vereinsgelände in Nidda auf dem Kisselsberg.

1987

Einführung der neuen Schützenkleidung mit Auflebung einer alten Tradition – dem Schützenausmarsch durch Nidda.

1992

Beginn eines Neubaues des Schützenhauses durch Eigenhilfe der Vereinsmitglieder.

1994

Fertigstellung des neuen Schützenhauses und Bau des modernen Luftgewehrstandes.

1995

Fertigstellung des Luftgewehrstandes in Verbindung mit der 70 jährigen Jubiläumsfeier in den neuerstellten Räumen.

1998

Nach erheblichen Sturmschäden war eine Renovierung des KK-Standes unabdinglich. So entstand wieder unter erheblichen Arbeitseinsatz der Vereinsmitglieder zum 75 jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2000 ein moderner KK-Stand unter Vorgabe der Schießstandordnung und der gesetzlichen Bestimmungen.

2000

75jähriges Vereinsjubiläum verbunden mit dem Haupt – und Königsschießen, sowie einem Festakt mit Ehrungen im Bürgerhaus Nidda.